Pferdegesundheit | 21. April 2026

Wenn’s gnitzt, kriebelt, juckt und kratzt.

Was man gegen das Sommer-Ekzem tun kann – vorbeugend und heilend.

Geht es euch auch so? Das Thermometer steigt grade mal über 15 Grad und schon geht das Gemaule im Stall los: „Wofür verdammt noch mal sind diese Mist-Mücken eigentlich gut? Die nerven, die jucken, machen Quaddeln – im miesesten Fall sogar Ekzeme! Die braucht doch kein Mensch und mein Pferd schon gar nicht. Von wegen „Natur und Nahrungskette“! Das könnte doch echt auch anders gehen!!“ Und zack! Kommt das Insektenspray um die Ecke...


Sprühst du noch? Oder hustest du schon?

Bei maximalem Genervtheitsgrad ist der Griff zum Hardcore-Insektenspray absolut nachvollziehbar. Aber: Die meisten dieser chemischen Repellents basieren auf den Inhaltsstoffen Icaridin oder DEET. Ersteres gilt zwar als „hautverträglich“, kann aber Allergien und Juckreiz auslösen. DEET gilt als „Chemie pur“ und kann ebenfalls Hautreizungen bewirken.

Und das will ja keiner (von allen anderen Effekten von Chemie-Keulen mal abgesehen). Die Frage ist also: Wie kann man auf natürliche, auf ökologische Weise etwas gegen diese Plagegeister und ihre Auswirkungen tun?


Prävention ist alles

Ein Sommer-Ekzem kann zwar mehrere Ursachen haben – Ernährung, Stoffwechselstörungen Allergien usw. – aber sehr oft sind es eben auch Insektenstiche. Kann man sie vermeiden, ist schon eine Menge erreicht. Hier also die 3 wichtigsten Vorbeugemaßnahmen gegen Mücken und andere Plagegeister.


Lasst die Natur mal ran

Kein Scherz: Kriebelmücken & Co. stehen bei Vögeln, Libellen, Spinnen, Fledermäusen und Amphibien sehr gern auf dem Speiseplan. Wenn ihr also Einfluss auf die Gestaltung eures Stalls habt, dann versucht sie anzusiedeln z. Bsp. mit Nisthilfen, Fledermauskästen o.ä. Eine weitere natürliche Abwehr sind Holundersträucher. Deren intensiver Geruch soll ebenfalls die kleinen Biester abhalten (und lecker ist er auch).


Stall- und Weidehygiene

Feuchtgebiete sind das Paradies für Mücken und ihre Freunde schlechthin. Gerade feuchte Koppeln, stehende Gewässer (dort entwickeln sich die Larven) und Waldränder gehören zum bevorzugten Lebensraum. Sonne und Wind mögen sie dagegen nicht. Das bedeutet:

  • Tägliches Ausmisten und Weide abäppeln ist Pflicht – faulige organische Stoffe ziehen diese Plagegeister magisch an. Das gilt auch für Futterreste und Misthaufen.
  • Stellt Bremsen-Fallen auf
  • Wenn möglich, lasst euer Pferd am besten während der Dämmerung im Stall, denn dann fliegen die Mücken am liebsten.


Schütz Dein Pferd

Manche Pferdemenschen geben ihrem Lieblingsvierbeiner ein bisschen Knoblauch zum Futter, das hält Mücken und Fliegen ab – Bremsen aber leider nicht. Darum hier unser deutlich wohlriechender Tipp: unser selbstgemischtes Insektenspray. Das funktioniert ohne chemische Keule und riecht Bombe.

Rezept DIY Insektenspray

  • 200 ml Wasser oder 100 ml Lavendelwasser oder Apfelessig
  • 20 ml unvergällter Alkohol
  • 25 Tropfen LAVENDEL FEIN
  • 25 Tropfen TEEBAUM
  • 30 Tropfen CITRONELLA
  • 15 Tropfen ZEDER
  • 5 Tropfen PATCHOULI

Bei intensivem Mückenbefall kannst Du die Tropfenanzahl leicht erhöhen. Alles gut schütteln und aufsprühen (nutze wenn möglich eine wieder verwendbare Sprühflasche aus Metall). Augen und Schleimhäute aussparen.

Fliegendecken und -Masken verstehen sich eigentlich von selbst, sind hier aber der Vollständigkeit noch mal erwähnt. Was du aber vielleicht noch nicht weißt: Zieh‘ zum Reiten am besten helle Kleidung an. Dunkle Klamotten locken Insekten an. Und nach dem Training solltest Du unbedingt den Schweiß gut abduschen (nur nicht eiskalt) und ausbürsten, denn auch der zieht die Mücken geradezu magisch an.


Und wenn´s dann doch juckt?

Wusstet ihr, dass Kriebelmücken nicht stechen, sondern beißen? In ihrem Speichel befinden sich Stoffe, die dann allergische Reaktionen auslösen. Gnitzen dagegen stechen wirklich und Bremsen natürlich auch. Ob Stich oder Biss, die typischen Folgen sind:

  • Juckreiz
  • Pusteln/Papeln und Schwellungen
  • Krustenbildung
  • Kahle Stellen


Erste Hilfe!

Besonders zwischen April und Oktober – der Hochsaison für Plagegeister – solltest Du dein Pferd bei der Fellpflege konsequent nach Insektenbissen und -stichen absuchen, um eine Infektion gar nicht erst entstehen zu lassen oder sie schnell eindämmen zu können. Das Wichtigste bei Bissen und Stichen:


Kühlen und Desinfizieren

Weil man ja nicht immer mit einem Kühlpad rumläuft, hier unser Tipp: Wir haben immer ein Fläschchen Teebaum- oder Schafgarben-Öl in der Hosentasche. 1-2 Tropfen auf die Quaddel (1-2 mal täglich) wirkt sofort desinfizierend, abschwellend und es tut auch nicht mehr so weh.

Oder du nimmst gleich unser Erste-Hilfe-Spray. Die naturreinen ätherischen Öle – Immortelle bio, Cistrose bio und Lavendel bio – sind nicht nur bei Insektenstichen die Rettung. Auch bei Verletzungen sorgen sie für eine schnelle, effektive Linderung und wirkungsvolle Pflege. Die Öle können den Lymphabfluss anregen, dadurch Schwellungen vermindern und Blutergüsse schneller abfließen lassen.


Sanft aber effektiv pflegen

Und da kommen unsere zwei naturreinen, sehr wirkungsvollen Helfer aus der Cavadea-Stallapotheke ins Spiel.

Das Ekzemer Shampoo zum Reinigen und Pflegen. Seine naturreinen ätherischen Öle beruhigen die Haut, Dein Pferd kann sich wieder entspannen. Wobei Teebaum (bio) effektiv den Juckreiz lindert und auf Insekten abwehrend wirkt. Lavendel fein (bio) wirkt heilend, entzündungshemmend und ebenfalls gegen den Juckreiz. Weihrauch (bio) schützt und regeneriert.

Alle zusammen helfen effektiv auf ganz natürliche Weise gegen das Ekzem. Einfach nur das Fell anfeuchten, Ekzemer Shampoo dünn und mit sanftem Druck einmassieren. Kurz einwirken lassen, nochmal nachmassieren und die Stellen gründlich auswaschen.

Die Wundpflege-Salbe zum Regenerieren und Schützen. Damit kannst du die gereizte Partie sanft pflegen, regenerieren und schützen. Die Salbe legt sich wie ein leichter Film über die Stelle, Fliegen werden abgehalten und damit auch die Keimbelastung eingegrenzt.

Ihre Inhaltsstoffe sind absolut naturrein und dank ihrer Qualität hochwirksam: Kamille blau bio wirkt Juckreiz entgegen, ist stark entzündungshemmend und unterstützt die Heilung (auch nach Verletzungen). Weihrauch bio wirkt schützend und regenerierend auf die Haut. Lavendel fein bio unterstützt die Heilung, wirkt bei Entzündungen und hilft bei Juckreiz.

Mit all diesen Maßnahmen von der Prävention bis zur Behandlung mit unseren Ready-to-Use-Produkten habt ihr – Du und Dein Pferd – gute Chancen, ohne allzu große Probleme durch den Sommer zu kommen. Beobachte Dein Pferd konsequent auf kleine Bissstellen – besonders an empfindlichen Körperpartien. Je früher Du sie findest, je gezielter und schneller Du sie behandelst, desto mehr kannst Du verhindern, dass sie sich zu einem Sommerekzem entwickeln.

Aber eins ist auch klar: Sollte Dein Pferd Fieber bekommen, die Stiche stark anschwellen und offene, nässende Stellen entstehen, dann ist der Tierarzt auf jeden Fall angesagt.

Happy summer euch allen!

 
 
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